Baubericht Postwagen 1700

Postwagen 1700

Zur Geschichte des Wagens steht alles unter Exponate, weshalb wir hier nur die Entwicklung der letzten Jahre verfolgen wollen.
Im Rahmen eines EU-Förderprogramms (Neugestaltung Empfangsgebäude und Aussengelände) wurde auch dieser Wagen als einziges Exponat aufgenommen. Äußerlich noch weitgehend in gutem Zustand, war den Aktiven sehr wohl bewusst, das die Substanz aber schwer gelitten hatte.
Ziel der Maßnahme sollte insbesondere der weitmöglichste Erhalt der historischen Substanz sein, was in der Folge zu aufwändigen Stückelungsarbeiten führte und das Arbeiten nicht leichter machte.
Wie schwer, kann anhand der folgenden Bilder gut nachvollzogen werden und wir zeigen hier den Umfang der Arbeiten weitgehend chronologisch.


Aktueller Zustand:

24.04.2021

Nur noch wenige Bretter, dann ist die Aussenhaut fertiggestellt. Es folgt dann aber noch der Dachaufbau, die Komplimentierung des Innenraumes sowie der Farbauftrag. Dennoch hoffen alle Aktiven, trotz der bekannten Einschränkungen dieses Projekt noch in diesem Jahr fertigstellen zu können.


Die Ausgangslage:

So stand er noch 2014 auf den Museumsgleisen

Erste Sondierungen im Innenraum

September 2017

Nach Entfernung der Dachpappe aus vielen Lagen...

... zeigt sich der teilweise schlechte Zustand

Dezember 2017

An der Hangseite blüht der Schwamm

Stirnseite des Oberlichts

Viel Arbeit, wenig Substanz

Januar 2018

Aufgearbeitete Klappfenster des Oberlichts

Februar 2018

Gut erhaltene Dachoberkante

März 2018 - dem Schwamm auf der Spur

Das gesamte Ausmaß...

... nach Entfernung der Aussenbretter machte schon ein wenig sprachlos. Hier ist kompletter Neuaufbau die einzige Möglichkeit.

Neue Erkenntnisse Juni 2018

An den Fensterrahmen kamen Einsetzstücke zum Vorschein, die wohl darauf hindeuten, das ursprünglich schmälere Fenster ( etwa eines Güterwagens ) verbaut waren, die erst bei einer späteren Revision durch die derzeit breiteren Fenster ersetzt wurden. Entsprechende Unterlagen sind uns aber leider nicht bekannt.

Hier ist ein verfüllter Ausschnitt gut erkennbar

Weitgehend fertiger Teil des Innenbereiches

Briefkastenschacht von innen betrachtet

Auch hier wird jedes Teil einzeln bearbeitet

Erste Arbeiten am Postsortierschrank Juli 2018

Noch eine unvermutete Entdeckung

Eine Wahnsinnsarbeit stellt hier das Entfernen der alten Farbanstriche dar. Jedes Fach einzeln ausgekratzt und dabei festgestellt, das die Fachböden aus Glas angefertigt wurden. Allein hierfür gingen einige Wochen ins Land.

Ersatzbretter für die Stirnwand

Februar 2019

Fertig eingebaut

"Stückwerk" auf der anderen Stirnseite

Kleinteile werden ausgebaut zur Wiederverwendung

April 2019

Zwei Ansichten zum Thema...

... was konnte erhalten werden

Zwei Türen mussten neu gebaut werden...

... die neueren Nachbauten lediglich ausgebessert.

Die "Schwammseite" vorm Abbau

Juni 2019 Einbau eines Not-Rahmens...

... zum Abstützen des Dachbereiches

Weitere Arbeiten am Grundgerüst in 2020

Passprobe des neuen Fensterrahmens

Zweites Halbjahr 2020

Das erste neue Fenster

Mit Hilfe eines ortsansässigen Schreiners

geht es nun mit dem Grundgerüst gut voran.

12.02.2021

Nun sieht er schon wieder eher nach einem Wagen aus. Oberlicht und Dach sind aufgearbeitet. Beide Türpaare sind wieder eingebaut und die Fenster wieder bedienbar. Seit vier Jahren ist er nun in Arbeit und auch wenn die Optimisten mit einer äußerlichen Fertigstellung noch in 2021 liebäugeln, wird er uns noch eine Weile beschäftigen.

27.02.2021

Im Inneren ist der neue Fußboden verlegt. An den Türrahmen ist rechts gut zu erkennen, was ein Aufbau "unter größtmöglichsten Erhalt der historischen Substanz" bedeutet.


Wird fortgesetzt